Garde-Schützen-Gesellschaft Düsseldorf-Eller


DIE GARDE - gestern - heute - morgen

von Ing. (grad.) Bernd-Dieter Bähr | Gesellschaft | 10.09.2013 - 01:01:29

Seite 1: DIE GARDE - gestern - heute - morgen

Im Frühjahr 1925, 7 Jahre nach Beendigung des ersten Weltkrieges, 1 Jahr nach den wirtschaftlichen Wirren der nachfolgenden Inflation, fanden sich einige Ellerer Bürger zusammen, um die GARDE-SCHÜTZEN-GESELLSCHAFT zu gründen. Vor diesem Zeitpunkt war das Schützenwesen in Düsseldorf-Eller - nicht zuletzt durch die Versammlungsbeschränkung der damaligen Besatzungsmacht - fast zum Erliegen gekommen.

Dennoch, oder gerade weil die Menschheit soviel Leid und Elend durchzustehen hatte, brachte der Leitgedanke "Glaube, Sitte und Heimat", der in dieser Form allerdings erst 1928 bei der Gründung der Erzbruderschaft vom hl. Sebastianus präzisiert wurde, diese Bürger in der damaligen Gaststätte Schmalbach (heute Bültmann) an einen Tisch, um die Gründung der GARDE-SCHÜTZEN-GESELLSCHAFT vorzubereiten. Wenige Wochen später erfolgte sie dann in der damaligen Gaststätte Deussen. Die Gründungsmitglieder waren: Hermann Busch, Georg Rode, Jakob von Itter, Franz und Johannes Keusen, Anton Pummer, Wilhelm Karras, Heinrich Preiß, Jakob Wendel, Eugen Grotzsch, Petr Grütter, Peter Schilling, Willi Walgenbach, Hans Päessens sen. und Josef Busch. Bereits kurz nach der Gründung zählte die Garde 25 aktive Mitglieder, und so ging es stetig mit der Gesellschaft bergauf. 1. Gesellschaftsführer wurde 1925 Georg Rode (1930): Regimentsoberst).

Noch einmal allerdings sollte das Vereinsleben gänzlich zum Erliegen kommen, nämlich als in Europa 1939 die Lichter ausgingen und der zweite Weltkrieg mit seinen verheerenden Folgen für die gesamte Menschheit hereinbrach. Erst 1948 wurde in Düsseldorf-Eller am Beginn des sich langsam vollziehenden wirtschaftlichen Aufschwungs des Nachkriegs-Deutschlands, der Bundesrepublik, wieder ein Schützenfest gefeiert, bei dem auch die Garde wieder dabei war.

Dieser Verein besaß für alle Mitglieder immer die nötige Zugkraft, da sich jeder Einzelne nach Kräften bemühte, den in der Gesellschaft herrschenden kameradschaftlichen Geist zu erhalten und das Schützenwesen würdig zu vertreten, was nicht zuletzt den guten Ruf, den die Garde in all den Jahren seit ihrer Gründung genoß und heute noch genießt, ausmacht.

Die außerordentlich geschickte und aufopfernde Arbeit der Gesellschaftsführer, die die Geschicke der Garde bis zum heutigen Tage zum Wohle des Vereins lenken, ist mit ein Grund, daß der Verein in dieser so schnellebigen Zeit nichts an seiner Attraktivität verloren hat. So gehören heute - 1975 - 38 aktive, 6 Ehren- und 106 passive Mitglieder der Garde-Schützen-Gesellschaft an.


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